SCHOLZ AG/ Essinger Unternehmen eröffnet Aufbereitungsanlage für Shredderleichtfraktion in Leipzig-Espenhain Modernstes Schrottrecycling-Center Europas

Ein europaweit einmaliges verfahren nutzt seit kurzem die Scholz AG. Die erste Aufbereitungsanlage für Shredderleichtfraktion startete auf dem Gewerbegebiet Espenhain

Mit einem Festakt und etwa 200 Gästen aus dem In.-und Ausland.

„Hier und heute wird demonstriert, wie ältere Autos demontiert, zerlegt und geshreddert werden – mit dem Ziel, einen möglichst großen Anteil der Rohstoffe wieder in den Produktionskreislauf einzuspeisen“, führte Ministerialdirektor Joachim Wagner dabei aus. Nach Eröffnung des neuen BMW-Werks könne man damit am Standort Leipzig den kompletten Kreislauf von der Produktion bis zur Verschrottung eines Autos erleben, machte der Vertreter des sächsischen Wirtschaftsministeriums deutlich.

Wagner lobte insbesondere den Inovationsgedanken und die Investitionsbereitschaft im Bundesland Sachsen. Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen habe dazu geführt, am Standort einen „Wachstumsmotor“ zu errichten, sagte er. Dies sei vor allem deshalb lobenswert, weil nicht wie üblich die Nähe zu den großen Automobilstandorten in badeb Würtemberg oder Niedersachsen gesucht wurde.

„ Die erste Tonne Stahl wurde aus Erz gemacht, die letzte Tonne Stahl wird ganz aus Schrott sein“, wies  Vorstand Bernd-Ulrich Scholz auf die Firmenphilosophie der Esslinger Scholz AG hin.

Die neue Anlage trage einen wichtigen Baustein dazu bei, betonte er und erläuterte;

Die Firma Scholz Recycling mit Sitz in Leipzig sei das Standbein der Scholz-Gruppe in den neuen Bundesländern und eine hundertprozentige Tochter der Scholz AG. Über die Niederlassungen Lauchhammer, Dresden, Espenhain, Erfurt und Erzgebirge/ Vogtland würden rund 50 lager- und Aufbereitungsplätze für alle Stahl- und Metallschrotte von Scholz-Recycling betrieben. Zudem verfüge die Scholz-Recycling über modernste Aufbereitungstechnik. Dazu zählen zwei Großshredderanlagen, fünf Großscheren und mehrere Paketierpressen und Schienenbrecher. Mit dieser Struktur werde, so Scholz, ein Volumen von durchschnittlich 125 000 Tonnen Eisenschrott im Monat erfasst, aufbereitet und hauptsächlich die regionale Stahl.-und Gießereiindustrie damit beliefert. Darüber hinaus werde ein monatliches Volumen von rund 20 000 Tonnen Eisenschrott von der Scholz Recycling verarbeitet.

Daneben verfüge die Scholz Recycling am Standort Lauchhammer über einen der größten Umschlags-und Aufbereitungsplätze Deutschlands für Nichteisenmetalle und legierte Schrotte mit einem Lagerumschlagsvolumen von rund 10 000 Tonnen im Monat.

Scholz zufolge zählt jedoch der neue Standort Espenhain zu den modernsten und komplexesten Aufbereitungsstandorten der Scholz Recycling. Hier werde eine 2000 PS starke Shredderanlage, eine 1250 Tonnen-Großschere, eine moderne Nichteisen-Aufbereitungs-Anlage und neuerdings auch eine Aufbereitungsanlage für Shredderleichtfraktion betrieben.

Damit würden monatlich rund 45 000 Tonnen Eisen-und Metallschrotte und Shredderfraktionen aufbereitet.

„ Wir sind stolz darauf, dass sich Scholz-recycling, zu einem der bedeutesten deutschen Stahl-und Metallschrottrecyclingzenteren in den neuen Bundesländern entwickelt hat“, so bernd-Ulrich Scholz. Der Konzernchef schloss nicht aus, dass weitere Anlagen dieser Art entstehen könnten. Ab sofort würden die sieben Shredderbetriebe der Scholz Gruppe ihre Abfälle nach Espenhain liefern.

Im Schrottrecyclingcentrum Espenhain arbeiten derzeit 155 Mitarbeiter mehrschichtig. Die gesamtinvestition auf dem 14 Hektar großen Firmengelände umfasste 30 Millionen Euro.

Das große Engagement für den Standort bewog die gemeindvertreter übrigens dazu, eine Gewerbegebietsstraße nach Berndt-Ulrich-Scholz zu benennen.

Quelle: Schwäbische Post / www.scholz-ag.de

Bauma Vorschau


Firmengruppe Liebherr: Zwei Nominierungen für den Bauma Innovationspreis 2010

Zwei Neuentwicklungen von Liebherr wurden für den Bauma Innovationspreis 2010 nominiert. In der Kategorie „Design“ steht das neue Liebherr-Materialumschlaggerät LH 120 unter den besten drei Wettbewerbsbeiträgen. Für die Kategorie „Komponente“ hat die Jury den neuen Liebherr-Energiespeicherzylinder als Finalist nominiert. Alle drei Jahre zeichnen die Spitzenverbände der deutschen Bauwirtschaft zukunftsweisende Entwicklungen mit einem Innovationspreis aus. Über 200 Innovationspreis-Anträge aus dem In.-und Ausland sind für den laufenden Wettbewerb eingegangen.

Mit dem speziell für den Umschlag von Massengütern entwickelten LH 120 C erweitert Liebherr seine große Palette von Umschlaggeräten erstmals für diesen Zweck konstruiertes Baumuster. Basierend auf einem innovativen Konzept verkörpert das neue, rund 135 Tonnen schwere Gerät einen auf die Erfordernisse des Materialumschlages ausgerichteten Entwicklungsprozess. Um eine funktionsoptimierte Geräteform zu erreichen und gleichzeitig markenspezifische Gestaltungsvorgaben klar zum Ausdruck zu bringen, wurde der Entwicklung des Gerätedesigns eine besondere Bedeutung eingeräumt. Im Ergebnis verkörpert das LH120C einen neuen Maßstab für anwendungsorientiertes Großgeräte-Design

Und positioniert sich mit der Eigenständigkeit seiner Markenattribute deutlich unterscheidbar zum Wettbewerb.

Bei der Neuentwicklung eines Energiespeicherzylinders für Liebherr-Materialumschlaggeräte

standen der Gesamtwirkungsgrad des Hydrauliksystems und die Wirtschaftlichkeit der Maschine im Vordergrund. Um Material zu transportieren, muss bei jedem anheben der Ausrüstung über Hydraulikzylinder Energie aufgebracht werden. Als Energiespeicher wird nun ein zusätzlicher autarker Gaszylinder eingebaut. Dieser bildet zusammen mit den Hydraulikzylindern ein Energierückgewinnungssystem, das die Effizienz des Gerätes deutlich steigert. Das Prinzip ist einfach: Durch das absenken der Ausrüstung wird das im Zylinder vorhandene Gas komprimiert. Beim anheben unterstützt die im Gaszylinder gespeicherte Energie die beiden Hubzylinder und es wird weniger Kraft benötigt. Aufgrund des geringen Leistungsbedarfs können kleinere Dieselmotoren und Hydraulikzylinder eingesetzt werden, wodurch sich der Schadstoffausstoß und die Geräuschentwicklung verringert.

Quelle: Liebherr News 2010

Altreifen-Recycling Anlage von MeWa geht in Kasachstan in Betrieb


Vor kurzem wurde die erste Altreifen-Recyclinganlage in Kasachstan in betrieb genommen. Die komplette Aufbereitungslinie wurde von der deutschen MeWa Recycling Maschinen und Anlagenbau GmbH schlüsselfertig in das zentralasiatische Land geliefert.

Wie der deutsche Maschinenmbauer im Internet berichtet, will die Kazakhstan Rubber Recycling mit der Anlage ein sortenreines Gummigranulat sowie ein aktives Feinmehl für den Einsatz im Straßenbau herstellen, in der anlage sollen etwa 11.000 Tonnen ausgedienter LKW-und PKW-Reifen pro Jahr aufbereitet werden. Dabei sollen Durchsätze von bis zu sieben Tonnen pro Stunde möglich sein.

Das am Ende der Bearbeitungskette anfallende Gummigranulat soll 99,95 Gewichtsprozent von Stahl und textilflusen befreit sein. Es soll zur Herstellung von Böden in Sportanlagen und Kinderspielplätzen dienen, oder für die produktion von Gummimatten für den Wohnbau und der Landwirtschaft sowie für Formteilprodukte im Straßen-und Gartenbau verwendet werden.

Derzeit wird die Anlage noch um einen speziellen Feinmahlprozess erweitert.

Quelle: Recycling Magazin 2010 , www.mewa-recycling.de

Metallbranche will gemeinsame Denkfabrik mit TU Clausthal

Metallbranche will gemeinsame Denkfabrik mit TU Clausthal
Christian Ernst, Pressestelle
Technische Universität Clausthal

18.02.2010 12:59

Clausthal-Zellerfeld. Die Mittelständische Metallindustrie will die laufenden Projekte mit der TU Clausthal zu einer langfristigen Zusammenarbeiten ausbauen. Dies ist beim Besuch einer Delegation des Metall-Unternehmertisches (MUT) an der Harzer Universität deutlich geworden. Der MUT ist eine Vereinigung von namhaften Betrieben, die jährlich rund acht Milliarden Euro umsetzen und die zum Teil von Clausthaler Absolventen geführt werden.

„Ziel könnte es sein, eine gemeinsame Denkfabrik zu schaffen, indem man sich auf hoher Ebene regelmäßig trifft. Dabei sollten Prozessinnovationen gedacht und in Projekte umgesetzt werden“, regte Dr. Hans-Bernd Pillkahn aus dem MUT-Vorstand an. Denn die strategische Ausrichtung der Oberharzer Uni und die Zukunftsfragen der deutschen Metallindustrie seien vielfach deckungsgleich. „Die TU Clausthal ist dialogfähig. Viele aus dem Professorenkollegium kommen aus der Industrie und sind mit den Problemen in der Wirtschaft vertraut“, sagte Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke.

http://idw-online.de/pages/de/news356191

Tagungsband „Stromversorgung des 21. Jahrhunderts“ ab sofort zum kostenlosen Download verfügbar

Pressemitteilung

Jochen Habermann, Pressestelle
Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

19.02.2010 14:25
Unter dem Motto „Stromversorgung des 21. Jahrhunderts“ fand am 29. und 30. April 2009 in der Residenz München die Fachtagung der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) statt.

Die Tagung richtete sich an Experten aus Industrie, Energiewirtschaft und Politik sowie alle interessierten Personen aus anderen Fachbereichen. Durch Vorträge zu den Themen Innovative Stromanwendung, Zukunftsfähige Strombereitstellung sowie Energie- Klima- und Unternehmenspolitik konnten sich die Teilnehmer umfassend über die neuesten Entwicklungen im Energiesektor informieren.

Der Tagungsband zur FfE-Fachtagung steht ab sofort unter http://www.ffe.de/fachtagung zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:
http://www.ffe.de/fachtagung – Stromversorgung des 21. Jahrhunderts

Fachtagung Kraftwerk Batterie – 750 internationale Kongressteilnehmer trafen sich in Mainz

Pressemitteilung

Thomas von Salzen, Pressestelle
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

19.02.2010 13:46

Haus der Technik und Advanced Automotive Battery Conference waren über die große Nachfrage in Mainz nicht überrascht. Der Grund: „Das Thema Batterien ist für die Elektromobilität von herausragender Bedeutung“, so Prof. Sauer, der Leiter der Tagung „Kraftwerk Batterie – Lösungen für Automobil und Energieversorgung“ von der RWTH Aachen. „Mit der Entwicklung leistungsfähigerer und preiswerterer Batterien steht und fällt das ganze Projekt E-Mobility.“
Die vom 1. bis 5. Februar 2010 vom Haus der Technik in Zusammenarbeit mit der international anerkannten „Advanced Automotive Battery Conference“ (AABC) veranstaltete Tagungswoche rund um das Thema Batteriespeicher in Fahrzeugen war mit 750 Teilnehmern ausgesprochen gut besucht. Rund ein Drittel der Teilnehmer kamen aus Deutschland. Asien und die USA stellten ein weiteres Drittel. Der Rest reiste aus dem europäischen Ausland an. Die nationale und internationale Konferenzen sowie Seminare und Tutorials unterstrichen einmal mehr die große Bedeutung dieser technisch orientierten Veranstaltung für alle Entscheidungsträger im Bereich Batterietechnik in Deutschland und Europa.

Die Veranstaltungen gaben einen umfassenden Einblick in den Stand der Technik und die aktuellen Entwicklungen im Bereich Batterien für die Elektromobilität. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Batterietechnologie, Automobilelektrifizierung und Netzeinbindung diskutieren internationale Fachleute die technischen Innovationen und visionären Nutzungsmöglichkeiten neuartiger Batteriekonzepte in Fahrzeugen und anderen Anwendungen in den sich schnell entwickelnden Märkten. Neben den Sessions zur Materialien und Komponenten waren gerade die neuen Themen wie Massenproduktion von Lithium-Inonen-Batterien (Leitung Prof. Kampker, RWTH Aachen) sowie die Recyclingaspekte (Leitung: Prof. Friedrich, RWTH Aachen) sehr gefragt. „Die Vorträge waren ausgezeichnet besetzt und gut aufeinander abgestimmt“ so ein Teilnehmer. „Außerdem waren alle wichtigen Firmen und Ansprechpartner aus der Branche vertreten“. Eine umfangreiche Posterausstellung rundete das Programm ab. Über 70 Beträge waren über das Call for Paper im Vorfeld eingegangen. Keine leichte Aufgabe für die Jury. „Für 2011 rechnen wir mit noch mehr Einreichungen“, so Prof. Martin Winter, Tagungsleiter von der Universität Münster. Dann liegen die ersten Ergebnisse der zahlreichen, durch die Bundesregierung angestoßenen, Forschungsprojekte vor. Noch ein Grund mehr den neuen Termin Anfang Februar 2011 (www.battery-power.eu) im Auge zu behalten.

Nähere Informationen finden Interessierte beim Haus der Technik e.V. unter Tel. ++49 (0) 201/1803-329 (Frau Sabine Gebauer), Fax ++49 (0) 201/1803-346, information@hdt-essen.de oder im Internet unter http://www.battery-power.eu

Umformen von Stahl wird energieeffizienter

Bundesumweltministerium fördert Projekt mit 780.000 Euro

Nr. 017/10
Berlin, 09.02.2010

Das Bundesumweltministerium stellt rund 780.000 Euro aus dem Umweltin-novationsprogramm für ein Pilotprojekt der Walzwerke Einsal GmbH in Nachrodt-Wiblingswerde (Nordrhein-Westfalen) zur Verfügung. Das Unternehmen wird durch den Einsatz einer energieeffizienten und Ressourcen schonenden Umformtechnologie jährlich 327 Tonnen CO2 und 150 Tonnen Stahl einsparen.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Wir können unseren Energieverbrauch nur reduzieren, wenn wir die enormen Potenziale im Bereich der Energieeffizienz endlich nutzen. Dazu können innovative technologische Lösungen, wie sie bei der Walzwerke Einsal GmbH eingesetzt werden, einen Beitrag leisten.“

Die Walzwerke Einsal GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das neben Warm- und Kaltwalzprodukten blank gezogenes Flach- und Vierkantmaterial sowie Sonderprofile nach Kundenvorgaben aus Walzdraht und Stabstahl fertigt. Die Produkte werden u. a. im Kraftwerksbau, in der Automobilindustrie, der Medizintechnik und der Bauindustrie eingesetzt.

Beim klassischen Umformprozess wird das Material in einem 70 Grad Celsius heißen Tauchbad erwärmt, mit einem Ziehhilfsmittel überzogen und anschließend mit hoher Kraft durch eine Form gezogen. Dieser Prozess ist mit einem hohen Energieverbrauch verbunden. In Zukunft wird das Material elektrisch induktiv erwärmt. Dies erlaubt eine zeit- und punktgenaue Temperierung der Werkstücke. Es können zudem das Temperaturfenster erweitert und damit auch umweltfreundlichere Ziehmittel eingesetzt werden. Die Beschichtung wird aufgesprüht. Der dadurch erzielte dünnere und gleichmäßigere Auftrag verbessert auch die Oberfläche des Werkstücks. Eine innovative Vorrichtung zum Einstoß in das Ziehwerkzeug erübrigt das bisherige Anspitzen der Stabenden und vermeidet damit Materialverluste. Mit dem neuen Verfahren kann ein Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent erreicht werden. Herkömmliche Umformtechnik hat dagegen nur einem Wirkungsgrad von 25 bis 45 Prozent.

Bundesumweltministerium

Recycling von Stahl wird umweltfreundlicher

Dr. Norbert Aschenbrenner, Corporate Communications, Corporate Technology
Siemens AG

27.01.2010 16:00
Ein neues Verfahren von Siemens senkt den Energieverbrauch beim Recycling von Stahl und produziert weniger Kohlendioxid (CO2). Bei dem Prozess wird Stahlschrott in Elektro-Lichtbogenöfen zu Rohstahl eingeschmolzen. Um möglichst wenig Wärme zu verlieren, wird die entstehende Schlacke aufgeschäumt, damit sie den heißen Stahl gegenüber der Ofenwand isoliert. Mit der neuen automatischen Steuerung bedeckt die Schaumschlacke Stahlbad und Lichtbogen immer gleichmäßig, was Energie spart. Die Lechstahlwerke in Meitingen konnten so ihren Stromverbrauch zum Schmelzen des Stahlschrotts um zwei Prozent und den CO2-Ausstoß um zwölf Prozent senken. Es ist billiger und energiesparender, Stahl aus Alteisen zu gewinnen statt aus Roheisen. Recycling-Stahl trägt heute bereits 45 Prozent zur Stahlproduktion bei. In einem Lichtbogenofen wummern mehr als 3500 Grad Celsius heiße Lichtbögen, die durch Hochspannung erzeugt werden, und schmelzen den Stahlschrott. Feinkohle und Sauerstoff werden zugegeben und schäumen – neben anderen Aufgaben – die Schlacke auf, die sich auf dem flüssigen Stahl bildet. Die Schaumschlacke breitet sich dann über Stahlbad und Lichtbogen aus und wirkt als Wärmeisolierung.

Bisher kamen Feinkohle und Sauerstoff nach einem festgelegten Schema in den Ofen. War die Kohle zu hoch dosiert, entwich sie als CO2 in die Abgase, mit zuwenig Kohle bildete sich nicht genug Schaumschlacke. Der Anlagenbetreiber konnte nur schwer beurteilen, ob die Schaumschlacke Lichtbogen und Stahlbad ausreichend abdeckt. Siemens Corporate Technology und die Stahlanlagenexperten von Industry Solutions haben deshalb die automatische Steuerung entwickelt, die eine optimale Schaumschlackenbedeckung sicherstellt. Dazu muss die Schaumschlackenhöhe präzise erfasst werden. Dafür werden der Lichtbogenstrom und die Vibrationen gemessen, die sich vom Lichtbogen auf die Ofenwände übertragen. Ein Auswertealgorithmus berechnet die Verteilung der Schaumschlacke. Anhand der Daten dosiert das System Kohle und Sauerstoff und bringt sie in den Ofen ein, so dass Lichtbogen und Stahlbad immer optimal bedeckt sind.

Mit dem Simelt FSM Schaumschlackenmanager wird der Produktionsprozess effizienter und schneller. Das Stahlwerk verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Kohle, spart Energie und verbessert seine Umweltbilanz.

Weitere Informationen:

Die Zukunft der Energie: Algenbiotechnologin der Hochschule Anhalt wird Themenbotschafterin

Eileen Klötzer M. A., Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Anhalt (FH)

27.01.2010 12:28
Die Zukunft der Energie – so heißt das Thema des Wissenschaftsjahres 2010, im Zuge dessen Prof. Dr. Carola Griehl, Algenbiotechnologin der Hochschule Anhalt, Themenbotschafterin ist. Am 26. Januar 2010 wurde sie offiziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung dazu ernannt. Als eine von vier Themenbotschaftern in Deutschland wird sie das Thema regenerative Energien und die Zukunft der Energie gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im Jahr 2010 in die Welt hinaus tragen.
Droht der Menschheit Energieknappheit? Werden Öl- und Gasvorkommen wirklich nur noch vierzig oder fünfzig Jahre ausreichen? Bis wann lässt sich der weltweit steigende Bedarf an Energie überhaupt noch decken? Die Frage nach einer nachhaltigen Energieversorgung, die zugleich sicher, wirtschaftlich und verträglich für unsere Umwelt ist, stellt eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte dar. Diesem Schlüsselthema widmet sich das Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie. Im Mittelpunkt stehen die neuen Ansätze der Energieforschung weltweit und vor allem die kreative Arbeit der deutschen Forscherinnen und Forscher in diesem Bereich – quer durch die verschiedenen Fachdisziplinen.

Energie aus Algen – dies könnte ein Ergebnis der Forschung von Prof. Dr. Carola Griehl sein. Als Leiterin des Innovationslabors Algenbiotechnologie an der Hochschule Anhalt untersucht sie das bisher wenig genutzte Potenzial der Algen als Wertstoffproduzent und Energieträger. Als photosynthetisch aktive Organismen fixieren Algen Kohlendioxid (CO2) und nutzen Sonnenlicht als Energiequelle, um Biomasse zu produzieren. Der Einsatz von Algen zur Minderung des Treibhausgases Kohlendioxid und als Alternative zu fossilen Energieträgern rückt auch angesichts des Klimawandels zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses. Um Algenbiomasse energetisch nutzen zu können, müssen kosteneffiziente Technologien entwickelt werden, die die Gewinnung hochwertiger Produkte für die Pharma- und Kosmetikindustrie mit der Energiegewinnung in Form von Biodiesel oder Biogas koppeln. Diesem Thema widmen sich auch die Wissenschaftler des Innovationslabors Algenbiotechnologie der Hochschule Anhalt.

Weitere Informationen:

Bundesumweltministerium fördert Hybridbusse mit 20 Millionen Euro

Nr. 359/09
Berlin, 10.12.2009

Förderrichtlinie für Markteinführungsprogramm tritt in Kraft

Das Bundesumweltministerium fördert mit Mitteln des zweiten Konjunkturpaketes die Beschaffung von effizienten Hybridbussen für den öffentlichen Personennahverkehr. Für diese Unterstützung der Markteinführung von Hybridbussen sind 20 Millionen Euro vorgesehen. Verkehrsbetriebe, die bis Ende nächsten Jahres mindestens zehn Hybridbusse bestellen wollen, können ab sofort einen Förderantrag stellen.

Gerade Nahverkehrsbusse eignen sich für die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor. Denn durch den ausgeprägten Stop-and-go-Betrieb kann ein wesentlicher Anteil der überschüssigen Bremsenergie zurück gewonnen und für den elektrischen Betrieb zur Verfügung gestellt werden. Dies und weitere Verbesserungen erlauben eine Steigerung der Effizienz um mehr als 20 Prozent. Neben der CO2-Einsparung sinkt auch die Belastung durch Luftschadstoffe und Lärm deutlich. Dies gilt gerade dann, wenn einzelne Streckenabschnitte rein elektrisch zurück gelegt werden.

Die für das Programm geltende „Richtlinie zur Förderung der Anschaffung von Hybridbussen im öffentlichen Nahverkehr“ tritt nun mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger offiziell in Kraft. Gefördert werden kann die Beschaffung von Hybridbussen, die die festgelegten Förderkriterien erfüllen. So werden neben einer Effizienzverbesserung von 20 Prozent gegenüber einem vergleichbaren Dieselmodell auch die Einhaltung anspruchsvoller Luftschadstoff- und Lärmvorgaben gefordert.

Interessierte Unternehmen können das Antragsformular von den Internet-Seiten des Bundesumweltministeriums ( www.bmu.de/verkehr) sowie des Projektträgers (www.pt-elektromobilitaet.de/projekte/Hybridbusse) herunterladen. Dort sind auch die Förderrichtlinie und ausführliche Informationen zum Förderprojekt sowie zu dem Antrags- und Auswahlverfahren verfügbar. …

Bundesumweltministerium